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PEPPOL eInvoicing for Government in Germany (PeGGy)

EU CEF-Projekt 2017-DE-IA-0138

Übergeordnetes Ziel des Projekts „PEPPOL eInvoicing for Government in Germany“ (PeGGy) ist die Verbreitung der PEPPOL-Infrastruktur für den Transport elektronischer Rechnungen gemäß der Europäischen Norm EN16931 in Verbindung mit der EU-Richtlinie 2014/55/EU beziehungsweise dem Durchführungsbeschluss 2017/1870. Dieses Ziel trägt damit gleichermaßen zur Umsetzung des Architekturkonzepts E-Rechnung sowie der Entscheidung 2018/46 des IT-Planungsrates über die Verwendung von PEPPOL für den Transport elektronischer Rechnungen bei.

Das PeGGy-Konsortium besteht aus Governikus KG, Dataport AöR und der Senatorin für Finanzen in Bremen (siehe auch Pressemitteilung der Vertragsschließung). Das Projekt wurde im Zeitraum von Februar 2018 bis Juni 2019 von der Europäischen Kommission bzw. der Connecting Europe Facility (CEF) gefördert.

PEPPOL ist eine Organisations-, Vertrags- und technische Spezifikations-Infrastruktur für den sicheren und interoperablen Transport von Nachrichten im Bereich des Beschaffungswesens. Die Infrastruktur resultierte aus dem EU-geförderten Großprojekt Pan-European Public Procurement Online und ist seit 2012 im dauerhaften Betrieb durch die gemeinnützige OpenPEPPOL Organisation. PEPPOL stellt die internationale und insbesondere europäische Infrastruktur für den elektronischen Rechnungsaustausch dar. Die Europäische Kommission unterstützt PEPPOL durch die Einrichtung zentraler Dienste für das Transportnetzwerk sowie durch Trainings, Workshops und Projektförderungen, wie dem PeGGy-Projekt. Weitere Informationen zu PEPPOL in Deutschland enthält das Deutsche Länderprofil sowie die Blaupause PEPPOL für öffentliche Auftraggeber.

Das Grundprinzip der Lösungsarchitektur (das sogenannte 4-Corner-Kommunikationsmodell) für den Einsatz von PEPPOL im Rahmen des Projekts PeGGy ist in der folgenden Darstellung skizziert:

4-Ecken-Kommunikationsmodell der PEPPOL-Infrastruktur, png, 36.9 KB
4-Corner-Kommunikationsmodell

Projektziele

  • Auf Konzeptebene: Ausprägung von PEPPOL für deutsche Verwaltungen (XRechnung, Schema für Participant-IDs deutscher Verwaltungen, XTA-Nutzung)

  • Auf technischer Ebene: Bereitstellung eines Softwarepakets für einen Corner-3 Access Point, einer angepassten Version des GMM und einem XTA-Connector zwischen beiden

  • Auf Erfahrungsebene: Pilotierung der Lösung

  • Auf Marketingebene: Verbreitungsmaßnahmen gerichtet an öffentliche Auftraggeber, Lieferanten/Rechnungssteller und Softwarehersteller/Serviceprovider

Projektergebnisse zur Nachnutzung

  • Für öffentliche Auftraggeber (Rechnungsempfänger):

Konzeptionell sind alle Vorkehrungen zur Nutzung von PEPPOL in Deutschland getroffen.

Auf technische Ebene steht ein Softwarepaket für einen Corner 3 Access Point mit XTA-Connector zum Governikus MultiMessenger zur Nachnutzung bereit. Die Software ist als Teil einer Anwendung des IT-Planungsrates nutzbar.

Nähere Informationen finden Sie in der „Blaupause PEPPOL für öffentliche Auftraggeber". Diese enthält Informationen zu PEPPOL, den deutschen Rahmenbedingungen, der technischen Umsetzung unter Einsatz von Anwendungen des IT-Planungsrates und Kontaktadressen.

  • Für Softwarehersteller und Serviceprovider:

Um PEPPOL und XRechnung bei Softwareherstellern und Serviceprovidern bekannt zu machen und die Implementierung zu unterstützen wurde eine RoadShow konzipiert und durchgeführt. Das Konzept, der Erfahrungsbericht und die eingesetzten Materialen stehen zur Nachnutzung zur Verfügung und sind hier erhältlich.

  • Für Auftragnehmer (Rechnungssteller):

Die Handwerkskammer Bremen hat im Rahmen des PeGGy-Projekts Analysen und Materialen bezüglich der Nutzung von PEPPOL und XRechnung durch Handwerksbetriebe erstellt, die hier bereitgestellt sind.